Weltkindertag am 20.11.

Am 20.11.2021 ist Weltkindertag

Gedanken zum Weltkindertag am 20.11.

Die Pandemie

Seit dem Jahr 2020 leben wir alle in einer angespannten Situation. Unser Zusammenleben hat sich verändert.

Im ersten Jahr der Pandemie stand der Schutz der Älteren im Vordergrund. Aktuell macht die Delta-Variante allen zu schaffen, auch den Jüngeren. Nicht nur die Angst vor einer Infektion, sondern zunehmend auch die Angst vor dem Verlust einer bis 2019 normalen Kindheit, mit allen Höhen und Tiefen, mit vielen schönen Erlebnissen, die ein Leben positiv prägen, schwebt über allem.

Jugendliche und bereits Kinder im Vorschul- oder Grundschulalter spüren nicht nur den Druck durch Corona, sondern auch die Verzweiflung in vielen Familien. Wir stehen vor einer großen Veränderung und Veränderungen können Angst machen.

Die Zukunftsplanung orientiert sich heute an den Erfahrungen der Pandemie und den Klimaveränderungen.

Der Klimawandel

Ein zweites und prägendes Thema ist der Klimawandel. Während wir uns bei Corona noch selbst schützen können, sind wir beim Klimawandel abhängig von einer globalen Anpassung an die heutigen Umweltbedingungen. Durch einen jahrzehntelangen und rücksichtslosen Umgang mit der Natur durch CO2-Emissionen und Methan, durch Abholzung, Ausbeutung der Ressourcen und versäumte Renaturierung rückt der Kipppunkt immer näher. Die Erwärmung der Erde wird zunehmend spürbar. Hitze und Trockenheit auf der einen und Stürme und Fluten auf der anderen Seite bedrohen unsere gewohnten Lebensbedingungen. Alltagstaugliche Maßnahmen und pauschale Lösungen für alle gibt es momentan noch nicht. Dennoch bewegt sich inzwischen vieles in eine neue Richtung. Das Bewusstsein wächst, wir lernen auf umweltbelastende Produkte zu verzichten und können uns vorstellen, mit erneuerbaren Energien den Strombedarf zu decken.

Das soziale Miteinander

Wem es schwerfällt, sich den nötigen Veränderungen zu öffnen, verliert an Perspektive. Wer sich selbst mit Verlust konfrontiert sieht, versucht sich zu wehren. Dass es oftmals jedoch nötig ist, sich der neuen Zeit und neuen Herausforderungen anzupassen, wird gerade durch die beiden Krisen besonders deutlich. Ein aggressives oder auch ein ignorantes Verhalten verzögert den Fortschritt und hindert andere in ihren Bemühungen. Kinder und Jugendliche, die Zuhause einen offenen und zukunftsorientierten Umgang erleben, werden sicher sehr viel positiver mit den Veränderungen umgehen können als Kinder in Familien, die an alten und überholten Strukturen festhalten möchten. Dort werden Konflikte leider vorprogrammiert sein und es nimmt den Kindern und Jugendliche viele Perspektiven. Eine Offenheit positiv zu fördern, ist eine zusätzliche Aufgabe unserer Zeit.

Der Schutz vor Gewalt und Missbrauch von Schwächeren und ganz besonders von Kindern und Jugendlichen sollte in einer fortschrittlichen Gesellschaft selbstverständlich sein. Jeder Erwachsene weiß, wie sehr die Erlebnisse in der Kindheit das eigene Leben prägen können und wie wichtig gesunde und sichere Lebensbedingungen für eine gute Entwicklung wirklich sind. Gerade in Krisenzeiten sollte hier besonders aufmerksam auf die Situation der Jüngeren geachtet werden. Bei Gewalt muss ein schnelles Eingreifen gesichert werden. Das gilt grundsätzlich für Gewalt in jeglicher Form.

Die Digitalisierung

Das Internet ist die größte Bibliothek der Welt. Inzwischen profitieren alle Altersklassen von einem nie da gewesenen Zugang zu Informationen und Bildung. Dennoch liegt ein großer Unterschied im Verständnis. Unzählige Quellen verbreiten Falschinformationen und suchen gezielt nach Menschen, die dafür zugänglich sind. So können beinahe unkontrolliert Meinungen und manipulative Parolen verbreitet werden. Ein sicherer Umgang mit Informationen und eine wirkliche Medienkompetenz erfordert Erfahrung. Hier brauchen Kinder und Eltern eine gute Orientierung.

Gesundheit und Sport

Bewegung fördert den Sauerstofftransport, hält unseren Organismus fit und unseren Bewegungsapparat stabil. Wer früh lernt, sich sportlich zu betätigen, ist ausgeglichener und kann auch mentale Aufgaben besser bewältigen. Wann immer es möglich ist, sollten Kinder und Jugendliche die Gelegenheit bekommen, um aktiv sein zu können. Der spielerische Umgang ist jedoch wichtig. Zusätzlicher Stress durch übertriebenen Ehrgeiz schadet zusätzlich. Gemeinsame Zeit mit der Familie, mit Wander- oder Fahrradtouren, Spaziergänge zu jeder Jahreszeit und auch individuelle Trainingseinheiten (In- und Outdoor) sollten zu einem festen Bestandteil werden. Trainer in Vereinen sind in der Regel gut geschult und können sowohl die persönlichen Fähigkeiten als auch die Grenzen einschätzen. Die Teilnahme am Vereinssport kann unter Einhaltung der Regeln sicher gestaltet werden. Informationen erhalten Sie bei Ihren Ansprechpartnern vor Ort.

Kindern mehr Aufmerksamkeit schenken

Wir stehen vor einer großen Veränderung und Veränderungen können Angst machen. Jetzt gilt es flexibel zu sein, sich den neuen Herausforderungen zu stellen und nach Lösungen zu suchen. Die neue Zeit wird neue Überlegungen brauchen und genau das kann jetzt auch motivieren.

Das Leben der jüngeren Generation wird ein völlig anderes sein, als das der heutigen Entscheider*innen.

Gerade jetzt brauchen Kinder Aufmerksamkeit.

Gerne berichten wir über Ihren Verein oder Ihre Initiative zur Förderung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen. Schreiben Sie uns

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