Was gegen eine Impfpflicht spricht

Zur Erprobung der Wirkung und möglicher Nebenwirkungen werden Impfstoffe in verschiedenen Zellkulturen, an Tieren und – bei für Menschen entwickelte Vakzinen – auch an Menschen getestet. Die Reaktionen werden dokumentiert und Wirkung und Nebenwirkungen gegenübergestellt. Überwiegt der Nutzen, werden Zulassungen erteilt und die Herstellung kann beginnen. Die bestellten Mengen werden (in der Regel) geliefert und die Impflinge mit den Impfstoffen „behandelt“. Meist erfolgt die Impfung in zwei bis drei Schritten, um die Sensibilisierung des Immunsystems zu verstärken und einen längerfristigen Impfschutz zu erzielen.

Der Impfgedanke hat sich in den letzten 200 Jahren stetig weiterentwickelt. Von den ersten Pockenimpfungen bis hin zu den heutigen Hightech-Designprodukten waren viele Versuche und Forschungsprojekte nötig. Doch auch heute verbergen sich in jedem neuen Versuch neue Risiken. Neu ist der Erreger SARS-CoV-2, neu sind die Krankheitsverläufe und ebenso neu sind die damit verbundenen Impfstoffe, die in einer absoluten Rekordzeit entwickelt, getestet, zugelassen und produziert wurden. Derzeit im Vordergrund steht einzig die Reduzierung von schwerwiegenden Verläufen mit dem Erreger SARS-CoV-2. Doch selbst die Entwickler behalten sich eine konkrete Einschätzung im Zeitrahmen von etwa zwei Jahren vor.

Ein Vergleich zu einer dauerhaften Immunisierung ist haltlos.

Bisher ist weder eine tatsächliche Impfwirkdauer nachgewiesen, noch wurde die Wirksamkeit hinsichtlich der Antikörperbildung in allen Geimpften überprüft. Da die Impfungen in zeitlichen Intervallen erfolgen und teilweise sowohl die Impfdosis als auch die Zeit zwischen den Impfterminen angepasst wird, kann auch hier kein wirklicher, lückenloser und durchgängiger Impfschutz gewährleistet werden.

Einen Impfnachweis zu fordern, um ein gesellschaftliches Leben wieder zu ermöglichen, macht deshalb wenig Sinn.

In der Biontechstudie wurde darüber berichtet, dass bei der Hälfte der insgesamt 43.448 gesunden Probanden ohne Vorerkrankung nach der Placeboimpfung 162 Personen an Covid-19 erkrankt sind. In der Impfstoffgruppe haben sich 8 Personen angesteckt. Die daraus resultierende Wirksamkeit wurde mit etwa 95% bewertet. Die tatsächliche Erkrankungsrate bei den ausgewählten gesunden Personen in der Altersgruppe von 18-55 Jahren war in beiden Gruppen objektiv betrachtet relativ gering. Auf welchem Weg eine Infektion bei einigen Teilnehmer*innen erfolgt ist, dazu haben wir bisher keine Informationen finden können. 2 Personen aus der Wirkstoffgruppe und 4 Personen aus der Placebogruppe sind verstorben. Dazu kamen drei schwerwiegende Ereignisse im Zusammenhang mit der Impfung. (Quelle: Biontech-Studie)

Eine Ansteckung mit dem Virus kann durch die Impfung der anderen nicht ausgeschlossen werden.

Sinnvoll wäre die Impfung bei allen, deren Immunsystem weniger leistungsfähig ist. Doch gerade dort ist die Wahrscheinlichkeit einer unerwünschten Impfreaktionen so groß, dass diese wichtige Gruppe von den Impfungen ausgeschlossen werden muss.

Wer unter schweren Allergien leidet und bereits auf einzelne Substanzen in Medikamenten, Lebensmitteln oder Pflegeprodukten reagiert hat, wer aufgrund einer Vorerkrankung das Immunsystem unterdrücken muss oder wessen Immunsystem nicht entsprechend reagieren kann, wer sich aufgrund einer Krebserkrankung in Behandlung befindet oder wer an einer seltenen Erkrankung leidet, sollte nach dem jetzigen Forschungsstand vorerst nicht geimpft werden.

Eine Herdenimmunität ist bei einem saisonalen Impfschutz – und dazu zählt die Covid-19-Impfung derzeit noch – insgesamt schwer zu erreichen.

Aktuell geht man bei Covid-19 von zwei aufeinander folgenden Impfungen aus, um einen Zeitraum von derzeit optimistisch geschätzten 6-8 Monaten Wirkungsdauer abzudecken. Wie es nach der ersten Impfphase weitergeht, im Herbst 2021, mit welchem Impfstoff, gegen welche Mutationen, das bleibt weiterhin offen.

Schutz- und Hygienemaßnahmen, die Versorgung mit sauberem Trinkwasser und die ausreichende Versorgung mit Nährstoffen sind wirkungsvolle Maßnahmen, um Ansteckungen zu vermeiden. Impfung helfen besonders dort, wo die Lebenbedingungen schlecht sind.

Gesundheit ist ein hohes Gut – für alle. Impfungen haben sicher ihren Nutzen. Finanzielle und politische Interessen sollten jedoch nicht im Vordergrund einer Impfkampagne während einer Pandemie stehen. Die Absicht der Biontech-Gründer lag in erster Linie in der Entwicklung eines wirksamen mRNA-Impfstoffes, die Vermarktung und Produktion wird jedoch von Partnerkonzernen gesteuert. Forschungsprojekte zur Verbesserung der Gesundheitsbedingungen weltweit zu unterstützen, wäre wichtig. Ob und in welchem Umfang refinanziert wird, das wissen wir nicht.

Für eine Impfpflicht und damit einen Impfausweis, der mit der Rückforderung der Grundrechte in Verbindung gebracht wird, gibt es derzeit weder ethisch noch naturwissenschaftlich eine Grundlage.

Für die weitere Einhaltung der Schutz- und Hygienemaßnahmen schon.

(zr – 24.01.2021)

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