Studie zur Bundestagswahl 2021

23.08.2021 09:00

Bundestagswahl 2021: Bevölkerung ist von Spitzenkandidierenden wenig begeistert

Florian Klebs Hochschulkommunikation
Universität Hohenheim

Uni Hohenheim startet wissenschaftliche Begleitung des Wahlkampfes / Teil 1: Die Stimmung in der Bevölkerung und der Wahlkampf unter Corona-Bedingungen

Die Kanzlerkandidaten und die -kandidatin stoßen in der Bevölkerung auf wenig Begeisterung. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Universität Hohenheim in Stuttgart unter mehr als 20.000 Wahlberechtigten. Wie wichtig die Spitzenkandidatinnen und -kandidaten wirklich sind, wie Wahlplakate, Wahlumfragen und das TV-Triell wirken und welchen Parteien es gelingt, sich verständlich zu machen – Themen wie diese bilden in den kommenden Wochen einen besonderen Schwerpunkt in der wissenschaftlichen Arbeit am Fachgebiet des Kommunikationswissenschaftlers Prof. Dr. Frank Brettschneider. Im Einzelnen wird das Team folgenden Fragen nachgehen: Wie wirken Wahlplakate? Wie verständlich sind Wahlprogramme? Welche Strategien sind im TV-Triell wirkungsvoll? Wie groß ist die Bedeutung von Wahlumfragen und wie wirken sie? Wie groß ist der Einfluss der Spitzenkandidierenden? Wie nehmen Menschen den Wahlkampf wahr? Wer wählt per Brief und wer an der Urne?

Das Hauptinteresse der Forschenden gilt der Frage, wie Parteien, Kandidierende und Wahlberechtigte im Wahlkampf zusammenspielen. „Konkret untersuchen wir, wie die Parteien kommunizieren und was davon bei den Wählerinnen und Wählern tatsächlich ankommt“, sagt Prof. Dr. Frank Brettschneider, Leiter des Lehrstuhls Kommunikationswissenschaft, insbesondere Kommunikationstheorie an der Universität Hohenheim.

„Interessant wird in diesem Jahr die Dynamik im Wahlkampf. Denn die Bundestagswahl 2021 ist in vielerlei Hinsicht besonders. Erstens: Die Corona-Pandemie wirkt sich sowohl auf die Themen des Wahlkampfes als auch auf den Einsatz der Wahlkampfinstrumente sowie den Anteil der Briefwählerinnen und -wähler aus. Zweitens: Angela Merkel tritt nicht mehr an. Drittens: Die politische Stimmung ist relativ wechselhaft. Viertens: Es bestehen sehr unterschiedliche Koalitionsoptionen“, so Prof. Dr. Brettschneider.

Um die Dynamik des Wahlkampfes zu erfassen, verwenden die Forschenden mehrere Methoden und Datenquellen:

• Inhaltsanalyse der Verständlichkeit der Wahlprogramme
• Analyse der Wahlplakate
• Inhaltsanalyse der Medienberichterstattung
• Drei-Wellen-Panelbefragung der Bevölkerung

Heutiger Schwerpunkt: Die Stimmung in der Bevölkerung und der Wahlkampf unter Corona-Bedingungen

Den Auftakt macht die erste Welle der Panelbefragung der Bevölkerung. Die Panelbefragung wird gemeinsam mit dem renommierten Sozialforschungsinstitut forsa durchgeführt. „Über diese Kooperation freue ich mich ganz besonders“, sagt Prof. Dr. Brettschneider. „Dadurch sind wir in der Lage, Veränderungen in den Wahrnehmungen, Einstellungen und Verhaltensabsichten der Wählerinnen und Wähler auf der Individualebene zu erfassen. Denn die gleichen Menschen werden bis zur Wahl dreimal befragt. Das ist die große Stärke von Panel-Befragungen.“

Für die erste Welle der repräsentativen Studie wurden bundesweit 20.095 Wahlberechtigte befragt. Die Befragung fand vom 16. Juli bis zum 1. August 2021 statt. Die zweite Welle folgt Ende August. Und die dritte Welle folgt direkt vor der Bundestagswahl im September.

Informationsquellen: Fernsehen vorne, aber deutliche Altersunterschiede bei der Mediennutzung

Die Menschen in Deutschland informieren sich über die Bundespolitik am häufigsten aus dem Fernsehen, dem Radio und auf Webseiten. Es folgen Gespräche und Tageszeitungen. Am seltensten nutzen sie Social Media, um sich über die Bundespolitik zu informieren.

Das Informationsverhalten der Altersgruppen unterscheidet sich deutlich voneinander. Mit dem Alter steigt die Häufigkeit, mit der die klassischen Massenmedien (Fernsehen, Radio, Zeitung) genutzt werden. Und bei den 18- bis 29-Jährigen werden Webseiten, Social Media und Gespräche häufiger als Informationsquelle für die Bundespolitik genutzt als die klassischen Massenmedien.

Das Informationsverhalten variiert auch nach Parteineigung. Während Menschen mit CDU/CSU- oder mit SPD-Neigung am häufigsten die klassischen Massenmedien nutzen, nutzen die AfD-Anhängerschaft Webseiten, Social Media und Gespräche häufiger als die klassischen Massenmedien. „Viele AfD-Anhänger leben in ihrem eigenen Informations-Kosmos, der wenig mit der Welt der anderen Wähler-Gruppen zu tun hat“, so Prof. Brettschneider. „In dieser Blase entsteht dann auch ein anderer Blick auf die Politik. Und es können Fake News gedeihen.“

Wahlkampfinstrumente: Plakate und Info-Broschüren erreicht viele Menschen, Social Media werden wichtiger, kommen aber nicht an die klassischen Instrumente heran

Zum Zeitpunkt der ersten Umfrage, also knapp zwei Monate vor der Wahl, sind viele Wahlkampfinstrumente der Parteien noch nicht sichtbar. Zwar wurden bereits Plakate vorgestellt, sie wurden aber noch nicht geklebt. Auch Printmaterial wird erst noch in den nächsten Wochen verteilt. In der ersten Welle ihrer Panel-Studie wollten die Forschenden daher erfahren, welche Wahlkampfinstrumente die Wahlberechtigten normalerweise wahrnehmen. Vor diesem Hintergrund können sie dann in den nächsten beiden Wellen sehen, welche Wahlkampfinstrumente im aktuellen Wahlkampf besonders wahrgenommen werden.

Normalerweise nehmen Wahlberechtigte die Wahlplakate der Parteien am häufigsten wahr (56 %). Es folgen Wahlspots im Fernsehen sowie Informationsmaterialien (Flugblätter, Handzettel, Broschüren, Postwurfsendungen). Corona-bedingt werden bislang direkte Ansprachen durch Kandidierende, Wahlveranstaltungen und Wahlkampfstände nur sehr selten wahrgenommen. Wichtiger als bei früheren Wahlkämpfen sind die Inhalte der Posts, die Parteien und Kandidierende via Social Media verbreiten (Facebook, Twitter, Instagram, YouTube). Das deckt sich mit Beobachtungen im Kontext der Landtagswahl in Baden-Württemberg im März 2021.

Der Kontakt der Altersgruppen mit den verschiedenen Wahlkampf-Kanälen unterscheidet sich teilweise deutlich voneinander. Mit dem Alter steigt die Wahrnehmung von Wahlspots im Fernsehen und von Wahlanzeigen in Zeitungen. Die 18- bis 29-Jährigen nehmen hingegen Internetseiten der Parteien und Kandidierenden, Werbeanzeigen im Internet und Social Media deutlich häufiger wahr.

Social Media: Jüngere nutzen häufiger Social Media, vor allem aber nutzen sie andere Kanäle

Bezogen auf Social Media nehmen Wahlberechtigte Wahlkampf-Informationen – egal von wem – am häufigsten via Facebook wahr (26 %). Es folgen YouTube und Instagram. WhatsApp, andere Messenger, Twitter und TikTok spielen hingegen nur für weniger als zehn Prozent eine Rolle.

Die 18- bis 29-Jährigen nehmen den Wahlkampf am häufigsten von allen Altersgruppen via Social Media wahr – allerdings über andere Social Media-Kanäle als der Rest der Bevölkerung: Für sie spielen die Bild-orientierten Kanäle Instagram und YouTube die größte Rolle. Für die 30- bis 44-Jährigen ist hingegen Facebook, für die Ab-60-Jährigen sind WhatsApp & Co überdurchschnittlich wichtig.

Besonderheiten weist erneut die Anhängerschaft der AfD auf. Sie nehmen den Wahlkampf überdurchschnittlich oft via YouTube, Facebook und WhatsApp wahr.

Briefwahlrekord erwartet

Der Anteil derjenigen, die Briefwahl bevorzugen, steigt von Wahl zu Wahl. Bei der letzten Bundestagswahl machte schon gut ein Viertel der Wählerschaft (28,6 %) von der Briefwahl Gebrauch. „Aufgrund der Corona-Pandemie ist bei der Bundestagswahl 2021 ein neuer Briefwahl-Rekord zu erwarten“, sagt Prof. Dr. Brettschneider.

Knapp zwei Monate vor der Bundestagswahl haben sich bereits 37 Prozent der Wählerinnen und Wähler entschieden, per Briefwahl abzustimmen. 41 Prozent wollen im Wahllokal wählen. 19 Prozent wollen sich noch nicht festlegen. 60 Prozent der Briefwählerinnen und -wähler wollen wählen, sobald sie die erforderlichen Unterlagen haben. „Das bedeutet: Ende August wird vermutlich ein Fünftel aller Wahlberechtigten bereits die Stimme abgegeben haben. Das stellt auch die Wahlkämpferinnen und -kämpfer vor Herausforderungen, denn aus dem Wahltag werden Wahlwochen“, so Prof. Dr. Brettschneider.

Überdurchschnittlich oft wollen die Ab-60-Jährigen von der Briefwahl Gebrauch machen. Überdurchschnittlich hoch ist der Anteil der Briefwählerinnen und -wähler auch bei den Personen mit einer Neigung zur CDU/CSU. Eine große Mehrheit der AfD-Anhängerschaft will hingegen im Wahllokal wählen.

Der ideale Kanzler bzw. die ideale Kanzlerin – und die realen Kandidierenden

Der ideale Bundeskanzler, die ideale Bundeskanzlerin ist vor allem kompetent und vertrauenswürdig. Nahezu alle Befragten halten diese Eigenschaften für wichtig oder für sehr wichtig. Es folgen Entscheidungsfreude und Tatkraft. Im Vergleich dazu sind Bürgernähe und Sympathie etwas weniger wichtig – aber immer noch bedeutend.

„Die Kanzlerkandidaten und die Kanzlerkandidatin entsprechen nicht den Idealbildern. Keinem der drei Personen an der Spitze schreiben derzeit mehr als 35 Prozent der Wählerschaft eine positive Eigenschaft zu“, so Prof. Dr. Brettschneider. Armin Laschet liegt lediglich bei der Bürgernähe vorne. Bei allen anderen Eigenschaften werden entweder Olaf Scholz oder Annalena Baerbock besser bewertet. 55 Prozent der Wahlberechtigten schreiben Armin Laschet keine einzige der relevanten Eigenschaften zu. „Wenn die CDU/CSU gewinnen sollte, dann nicht wegen Armin Laschet, sondern trotz Armin Laschet“, sagt Prof. Dr. Brettschneider. Und das Gleiche gelte für die Grünen: „Wenn die Grünen gut abschneiden sollten, dann nicht wegen Annalena Baerbock, sondern trotz Annalena Baerbock. Im Hinblick auf den Wahlerfolg wären die Grünen mit Robert Habeck und die Union mit Markus Söder besser beraten“, so Prof. Dr. Brettschneider weiter.

Wenig Begeisterung für die Arbeit der Parteien und der Spitzenkandidierenden

Bei keiner Partei bewerten die Wählerinnen und Wähler deren Arbeit überwiegend positiv. Bei der CDU halten sich jeweils 20 Prozent positive bzw. negative Bewertungen die Waage. Bei allen anderen Parteien gibt es mehr negative als positive Bewertungen. Mit Abstand am schlechtesten wird die Arbeit der AfD bewertet. Männer bewerten die Arbeit der AfD positiver als Frauen. Dasselbe trifft auch auf die FDP zu. Frauen wiederum bewerten die Arbeit der Grünen positiver als Männer.

Die Anhängerschaft der Grünen ist mit der Arbeit ihrer Partei am zufriedensten (89 %). Von der SPD-Anhängerschaft sind hingegen nur 61 Prozent mit der Arbeit ihrer Partei zufrieden.

Wenn es um die Kandidierenden geht, wird lediglich die Arbeit von Olaf Scholz häufiger positiv als negativ bewertet. Bei allen anderen Kandidierenden überwiegen die negativen Bewertungen – teilweise deutlich. Am negativsten wird die Arbeit der AfD-Kandidatin Alice Weidel bewertet.

Vergleicht man Partei- und Kandidierenden-Bewertung, so fällt auf: Armin Laschet und Annalena Baerbock werden schlechter bewertet als ihre jeweilige Partei. Olaf Scholz wird etwas besser bewertet als die SPD.

Corona-Kompetenz der Parteien

Knapp zwei Monate vor der Wahl trauen die Wählerinnen und Wähler der CDU/CSU noch am ehesten zu, die Corona-Krise zu bewältigen (30 %). Am größten ist jedoch jene Bevölkerungsgruppe, die keiner Partei zutraut mit der Krise fertig zu werden (37 %). Die anderen Parteien spielen aus Sicht der Befragten keine nennenswerte Rolle.

Zukunfts-Kompetenz der Parteien

Im Hinblick auf die Zukunfts-Kompetenz liegen Union und Grüne in der Wählerschaft gleichauf
(21 bzw. 20 %). Unter den Frauen ist die Zukunfts-Kompetenz der Grünen überdurchschnittlich hoch, unter den Männern ist die Zukunfts-Kompetenz der FDP überdurchschnittlich hoch.

Menschen mit einer Parteineigung trauen ihrer jeweiligen Partei am ehesten zu, gute Ideen für die Zukunft zu haben. Besonders ausgeprägt ist diese Vorstellung bei der Anhängerschaft der Grünen (87 % der Grünen-Anhängerinnen und -Anhänger finden, die Grünen haben die besten Zukunfts-Ideen). Weniger überzeugt ist die SPD-Anhängerschaft von ihrer Partei: Hier finden nur 49 Prozent, die SPD habe die besten Zukunfts-Ideen.

Kompetenz in 14 Themenfeldern

Darüber hinaus haben die Forschenden für 14 Themenfelder gefragt, welche Partei die Befragten jeweils als am kompetentesten ansehen. Dies ermöglicht zwei Perspektiven: 1) Es lassen sich je Themenfeld die zugeschriebenen Kompetenzen vergleichen. 2) Es lassen sich je Partei die Themenprofile aus Sicht der Wählerschaft beschreiben.

Perspektive 1: Es gibt ein einziges Thema, in dem mehr als die Hälfte der Befragten einer Partei die Kompetenz zuschreiben – nämlich das Thema „CO2-Emissionen in Deutschland bis 2030 deutlich reduzieren“. Hier sehen 56 Prozent der Wählerinnen und Wähler die Grünen als die kompetenteste Partei. In vielen anderen Themenfeldern schreibt jeweils weniger als ein Drittel der Befragten einer Partei die Themenkompetenz zu.

Perspektive 2: Betrachtet man die Parteiprofile, so finden sich die typischen Themenschwerpunkte. Der Union wird die größte Kompetenz in den Bereichen innere und äußere Sicherheit zugeschrieben (45 % und 47 %); ferner beim Abbau der Staatsschulden (33 %), dem Ausbau der Infrastruktur (30 %) und der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit (28 %). Der SPD wird die größte Kompetenz bei sozialpolitischen Themen zugeschrieben: soziale Gerechtigkeit (30 %), Gesundheitsversorgung (25 %), bezahlbarer Wohnraum (25 %), Sicherung der Renten (23 %).

Die Grünen werden fast monothematisch wahrgenommen. Dafür haben sie beim Thema „CO2-Reduktion“ einen eindeutigen Kompetenzvorsprung (56 %). Auch bei dem Umgang mit den Globalisierungsfolgen sowie bei der Integration von Flüchtlingen haben sie einen leichten Kompetenzvorsprung (23 % und 18 %).

Bei der FDP ragt ein Thema heraus: Die Wählerschaft sieht bei ihr – eher als bei den einzelnen anderen Parteien – die Kompetenz für den Ausbau eines schnellen Internets (23 %). Die Linke und die AfD liegen in keinem einzigen Themenfeld vor den anderen Parteien. „Für die Grünen bedeutet das: Je häufiger vor der Wahl über Klimaschutz geredet wird, desto besser für die Grünen. Sollten hingegen andere Themen die öffentliche Wahrnehmung dominieren, sinken die Wahlchancen der Grünen“, so Prof. Dr. Brettschneider.

Lebensqualität und Wirtschaftslage – die AfD-Anhängerschaft lebt in einer eigenen Welt

Die Mehrheit der Befragten beurteilen sowohl die Lebensqualität als auch die Wirtschaftslage in Deutschland positiv. Dabei wird die Lebensqualität mit 72 Prozent positiven Bewertungen noch besser beurteilt als die Wirtschaftslage (54 %).

Im Hinblick auf die Altersgruppen zeigen sich bei der Lebensqualität und bei der Wirtschaftslage ähnliche Muster: Jeweils die jüngste und die älteste Altersgruppe weisen die positivsten Wahrnehmungen auf. Am geringsten ist der Anteil positiver Bewertungen bei den 45- bis 59-Jährigen.

„Die Bewertungen der Wirtschaftslage und der Lebensqualität durch die AfD-Anhängerinnen und -Anhänger fallen deutlich aus dem Rahmen. Man könnte fast meinen, sie leben in einer anderen Welt“, so Prof. Dr. Brettschneider. Nur 28 Prozent der AfD-Anhängerschaft bewertet die Lebensqualität positiv; und nur 18 Prozent der AfD-Anhängerschaft bewertet die Wirtschaftslage positiv. Zum Vergleich: 88 Prozent der Grünen-Anhängerschaft bewertet die Lebensqualität in Deutschland positiv, und 72 Prozent der Grünen-Anhängerschaft hält die Wirtschaftslage in Deutschland für positiv.

Demokratie- und Regierungs-Zufriedenheit

Zu den grundlegenden Einstellungen der Wahlberechtigten zählen die längerfristig angelegte Zufriedenheit mit dem Funktionieren der Demokratie in Deutschland und die situationsabhängigere Zufriedenheit mit der Arbeit der Regierung. Die Zufriedenheit mit der Demokratie ist – wie üblich – unter den Befragten größer als die Zufriedenheit mit der Arbeit der Regierung (47 % versus 33 %).

Die Demokratie-Zufriedenheit ist bei der jüngsten und bei der ältesten Altersgruppe am größten. Am geringsten ist der Anteil positiver Bewertungen bei den 45- bis 59-Jährigen. Die Zufriedenheit mit der Arbeit der Regierung ist bei den Ab-60-Jährigen am größten.

Betrachtet man die Parteibindungen, so fallen die Demokratie-Zufriedenheit und die Zufriedenheit mit der Arbeit der Regierung bei der AfD-Anhängerschaft deutlich aus dem Rahmen. Mit der Demokratie sind nur vier Prozent der AfD-Anhängerschaft zufrieden, 72 Prozent sind unzufrieden. Und mit der Arbeit der Regierung sind nur zwei Prozent der AfD-Anhängerschaft zufrieden, aber 84 Prozent unzufrieden.

Weitere Themen der nächsten Wochen im Überblick

• Briefwahl: Wer wählt per Brief, wer an der Urne?
• Wahlplakate: Was macht gute Plakate aus – und wie wirken sie?
• Wahlprogramme: Wie verständlich sind sie?
• Personalisierung: Wie groß ist der Einfluss der Spitzenkandidierenden?
• TV-Triell: Welche Strategien sind wirkungsvoll?
• Wahlumfragen: Wie groß ist ihre Bedeutung und wie wirken sie?
• Die Stimmung der Wählerinnen und Wähler Ende August
• Die Stimmung der Wählerinnen und Wähler unmittelbar vor der Wahl


Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Prof. Dr. Frank Brettschneider, Universität Hohenheim, Fachgebiet Kommunikationswissenschaft, insbesondere Kommunikationstheorie
T 0711 459 24030, E frank.brettschneider@uni-hohenheim.de


Weitere Informationen:

http://www.uni-hohenheim.de/fileadmin/user_upload/Bundestagswahl_2021_Welle_1.pd… „Download Studie“

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