Fragen zum Klima

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Auch die Klimakatstrophe nimmt ihren Lauf und die CPO26-Verhandlungen haben nur wenig bewirkt. Die Erde ist unser gemeinsamer Lebensraum und wenn wir nicht sorgsam damit umgehen, wird die Natur stärker sein als der Mensch. Kein Geld der Welt und keine Technologie kann ersetzen, was wir zerstören.

Wie viel Zeit bleibt uns, um gegenzusteuern?

Wenn im Sommer das Poolwasser seine Farbe ändert, entscheiden sich die Betreiber von Bädern direkt zu Maßnahmen, um ein „Umkippen“ des Wassers in eine gefährliche grüne Brühe mit geringem Sauerstoff- und hohem Bakteriengehalt sofort zu stoppen. Durch Reinigungsverfahren wird das Wasser wieder klar. Die Erde steht jetzt bereits seit einigen Jahren kurz vor einem Kipppunkt. Es gärt und brodelt an vielen Stellen und statt zu reinigen und aufzubauen, wird zugemüllt und zerstört. Das Ökosystem ist bereits spürbar überlastet. Viele Maßnahmen, um das ökologische Gleichgewicht wieder herzustellen, werden durch private Initiativen, Vereine, Verbände und Organisationen umgesetzt und getragen, denen die Zukunft der Erde und die der Kinder am Herzen liegt. Die Kippelemente, um die es geht, sind weltweit verteilt. Dazu zählen der Verlust des arktischen Meereseises, das Schmelzen des Grönlandeises, Verlust des Permafrostes in der Tundra, die Bildung des Ozonloches, das Absterben der Wälder, die Änderung der Meeresströmung – alles verursacht durch eine menschengemachte Erwärmung. Die Folgen sind weitreichend und führen zu einer Verschiebung der Klimazonen, zu Hunger, Dürren und extremen Unwettern. Vor 20 Jahren sah man die Veränderungen noch in weiter Ferne, inzwischen gehen einige Wissenschaftler davon aus, dass uns bei einer Erwärmung über das festgelegte 1,5 Grad-Ziel hinaus nur wenige Jahre bleiben, um die Erde wieder zurück in ein ökologisches Gleichgewicht zu bringen.

Was können und was müssen wir tun, um die Emissionen um mindestens 50% zu reduzieren?

Eine Vermeidung von Abgasen aus der Verbrennung fossiler Stoffe wie Öl und Gas sowie die Vermeidung von Methangasen, die durch Gärungsprozesse entstehen, sind wesentliche Ziele.

Wie können und müssen wir unser Leben im Alltag neu und klimaneutral gestalten?

Je weniger Müll produziert wird, umso mehr wird unsere Umwelt entlastet. Verpackungsmüll, aber auch weitere Produkte aus Kunststoffen gilt es möglichst zu vermeiden. Den Konsum auch in anderen Bereichen einzuschränken und auf einen minimalistischen und ökologischen Lebensstil umzuschwenken, kann sehr dazu beitragen, dass weniger Ressourcen verbraucht werden und weniger Schadstoffe in die Umwelt gelangen.

Welche Maßnahmen werden politisch unterstützt?

Die neue Regierung hat es sich zum Ziel gesetzt, die Klimaziele bis 2030 mit wirkungsvollen Maßnahmen zu erreichen. Elektroautos und erneuerbare Energie stehen hier aktuell im Fokus, auch klimaneutrales Bauen und eine ökologische Landwirtschaft werden thematisiert. Allerdings werden diese Ziele bereits in Frage gestellt und noch sind die Verhandlungen der „Ampel“ nicht abgeschlossen.

Vorbildfunktion

In den letzten Monaten gab es sehr viele Ereignisse, die bereits die Jüngsten in unserer Gesellschaft beschäftigen. In jeder Kita werden Maßnahmen zum Schutz vor einer Infektion ergriffen und es wird auch über die Klimaveränderungen gesprochen. Die Kleinen haben verstanden, dass alle mithelfen müssen. Auch Schüler*innen und Student*innen engagieren sich, informieren, debattieren und opfern ihre Jugend, um die Politik zum Handeln zu bewegen. Die Älteren sollten mit den Jüngeren gemeinsam nach neuen Wegen suchen, um den zukünftigen Generationen neue Perspektiven zu ermöglichen.

Wir würden uns zudem einige Politiker*innen wünschen, die mit gutem Beispiel voran gehen.

Und wir brauchen ehrliche Antworten auf alle Fragen, die das Leben in Zukunft betreffen und heute politisch entschieden werden.

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