Coronafolgen für Kinder und Jugendliche

Gefunden auf twitter, Daten aus kanadischen Schulen. Bei Schüler/innen in Grundschulen (Elementary) zwischen 6 und 11 Jahren wurden im Jahreverlauf deutlich mehr Covid-Fälle festgestellt, als in den weiteren Jahrgangsstufen und weiterführenden Schulen.

Auch aus einer Statistik des RKI wird ersichtlich, dass Kinder ebenso häufig an Covid-19 erkranken, wie Jugendliche und Erwachsene. Dennoch scheinen die Verantwortlichen der Länder und Kommunen davon auzugehen, dass Kinder eine besondere Resistenz besitzen oder meist asymptomatisch erkranken. Daher nimmt man es hin, dass der Schulbetrieb ohne weitere Einschränkungen weiterläuft.

Das aktuelle Hygienekonzept schließt zwar das Lüften der Klassenzimmer mit ein, die Durchführung gestaltet sich jedoch ebenso schwierig wie das Abstandhalten in Pausen, das Händewaschen sowie die Einhaltung der Maskenpflicht auf dem Schulweg.

Kinder und Jugendliche brauchen Sicherheit

Einerseits möchte man den Kindern einen "normalen" Schulalltag ermöglichen, andererseits liegt eine enorme Verantwortung auf den Schultern der Kinder. Für die erforderliche Sicherheit wurde bisher nicht gesorgt.

Angefangen bei Gesprächskreisen über die eigenen Sorgen und Ängste im Hinblick auf die Situation, über die Umsetzung der Hygiene- und Lernkonzepte, bis hin zur Aufteilung der Lerngruppen und den Einsatz von Luftfiltern sollten die Erwachsenen, die Eltern und Lehrkräfte gleichermaßen die Sicherheit und Stabilität herstellen, die Kinder für ihre Gesundheit und ihre Konzentrationsfähigkeit brauchen.

In Rheinlandpfalz soll die Schule am 26.10.2020 nach 14 Tagen Herbstferien wieder beginnen. Bereits vor den Ferien gab es Infektionsfälle an Schulen. Ein Kontrollkonzept, Vorlage von Negativtests der Lehrkräfte, Aufteilung der Schüler/innen in Lerngruppen oder Luftfilter stehen zum Neubeginn bisher nicht zur Verfügung. Das Zusammentreffen von Reiserückkehrern, Schüler/innen mit Erkältungssymptomen und Durchzug im Klassenzimmer wird zu einem Experiment.

Über 500 Schulen und Kitas waren bis zum Sommer bereits von Corona betroffen

Die Verteilung von Aerosolen und Tröpfchen im Klassenzimmer wird hier ausführlich beschrieben.

Regelbetrieb statt Rücksicht und Vernunft

 

 

Schulen in der Pandemie: Kultusminister missachten das RKI – Länder stellen sich damit gegen die Kanzlerin

Auch uns liegt an einer guten Bildung für alle Kitakinder und Schüler/innen, die Voraussetzungen dafür sollten jedoch stimmen und die Sicherheit für alle Kinder, Erzieher/innen und Lehrer/innen gewährleistet sein. Die wenigsten Kitakinder und Schüler/innen werden getestet und Pädagogen/innen werden dazu verpflichtet das System aufrecht zu erhalten. Die Verantwortung wird auf  Schulträger, Eltern und nicht zuletzt die Kinder abgewälzt. Sinnvolle und nachhaltige Investitionen in Schulen wurden und werden weiterhin versäumt. Darauf möchten wir aufmerksam machen. (zr)

Informationen zum Lüften in Schulen ab Minute 7:35

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Auch bei einem asymptomatischen Verlauf von Covid-19 bei Kindern lassen sich Langzeitfolgen nicht ausschliessen. Neben möglichen Entzündungsreaktionen, die bereits bei einigen Kindern weltweit nachgewiesen werden konnten, wird die Psyche der Kinder und Jugendlichen stark belastet. Nichts scheint mehr planbar, ein Leben mit Einschränkungen auf der einen und ein extremer Druck auf der anderen Seite ist gerade in der Zeit des Heranwachsens schwer zu akzeptieren. Ob es sinnvoll und richtig ist, den bisherigen Lehrplan in dieser Ausnahmesituation in den Vordergrund zu stellen oder ob das gemeinsame Erarbeiten von digitalen Lösungs- und Lernstrategien bessere Voraussetzungen für die berufliche Zukunft bietet, sollte gegebenenfalls überdacht werden. (zr)

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